Mit riesigen Schritten bewegen wir uns dem Ende des Jahres zu. Deshalb hier ein kleiner Rückblick. Das erste Halbjahr war noch geprägt von den Maßnahmen, die im Rahmen des Förderprogramms durchgeführt werden mussten. Aber Ende August war es endlich soweit. Mit Förderern, Unterstützern und Spendern wurde die Sternwarte nach den Baumaßnahmen von 2023 - 2025 offiziell wiedereröffnet. Dieses Event war ein Dankeschön dafür, dass wir finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekamen, um neben der Sanierung der Sternwartenkuppel auch einen "kleinen Astronomiepark" einweihen zu können.
Zwischenzeitlich mussten wir allerdings feststellen, dass angenommen wurde, dass ein öffentlich gefördertes Projekt - also der kleine Astonomiepark - auch öffentlich für Jedermann jederzeit zu betreten sei. Es tut uns sehr leid, aber das ist leider nicht möglich. Dafür, dass wir das nicht ausdrücklich vermittelt haben, bitten wir um Nachsicht und um Verständnis, dass das Betreten unseres Geländes nur bei Anwesenheit von Vereinsmitgliedern möglich ist.
Wir freuen uns natürlich sehr über das Interesse an unserer Arbeit und an der Astronomie im allgemeinen, sind aber mit unseren Öffnungszeiten logischerweise auf die Abendstunden fixiert. Für Interessierte, die am Tag zu uns kommen möchten, wie z.B. Schulklassen, Wandergruppen, Besuchergruppen im Rahmen von Familienfeiern etc., kann per Anfrage über info@sternwarte-goennsdorf.de ein Termin vereinbart werden. Wir freuen uns auf Sie.
Herzliche Grüße, Renate Franz
Auch wenn die Tage deutlich kürzer und die Nächte angenehm dunkler werden, hält der November keine astronomischen Highlights wie etwa die Mondfinsternis im vergangenen September für uns bereit. Dennoch gibt es einige kleine Sehenswürdigkeiten, die für den astronomisch interessierten Beobachter interessant sein könnten:
2. November: Mond trifft Saturn. Nachdem wir scheinbar die Ebene der Saturnringe im Laufe des Frühsommers durchquert haben und die nur ca. hundert Meter dicken Ringe des Saturn für einige Monate nicht sichtbare waren, kann man diese jetzt wieder um den Saturn beobachten. Am zweiten November wird der Saturn nahe am Mond stehen, was die Sicht auf die Ringe aufgrund der Helligkeit des Mondes zwar etwas trübt, aber für Anfänger mit einem Fernglas zwei leicht zu findende Objekte auf einmal bereithält.
5. November: Größter Vollmond des Jahres. Der Mond wird zum selben Zeitpunkt Vollmond, wie er auch das Perigäum – den erdnächsten Punkt der Umlaufbahn – durchläuft. Dadurch wird er ca. 8% größer und 16% heller als ein normaler Vollmond erscheinen. Aber keine Sorge, angebliche Schlafstörungen durch den Vollmond sind nicht zu erwarten, wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher keinen eindeutigen Beleg erbracht, dass man bei Vollmond schlechter schläft.
17.–18. November: Höhepunkt der Leoniden. Die Leoniden werden von Bruchstücken des Kometen 55P/Tempel-Tuttle verursacht, wenn die Erde dessen Flugbahn kreuzt. In den letzten Jahren ist die Anzahl der sichtbaren Meteore allerdings sehr gering gewesen (10 bis 15 pro Stunde). Wenn der Komet allerdings 2031 wieder das Innere unseres Sonnensystems durchquert, wird sich die Anzahl der dann sichtbaren Meteore wahrscheinlich deutlich steigern. Im November 1833 sollen bis zu 200.000 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet worden sein.
22. November: Perihel des Kometen 210P/Christensen. Im November wird der Komet 210P/Christensen auf seinem Weg durchs innere Sonnensystem erwartet. Wie hell der Komet – oder vielmehr sein Schweif – dann aber leuchten wird, lässt sich schwer vorhersagen.
Ende November: Morgensichtbarkeit des Merkur beginnt. In den Morgenstunden etwa ab dem 20.11. kann man sich etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang (7:30 Uhr bis 7:45 Uhr) am Osthimmel auf die Suche nach dem innersten Planeten des Sonnensystems – Merkur – begeben.
Einen sternenklaren Himmel wünscht Ihnen Dr. Frank Bok